Tolle Musik und britischer Humor

Folk-Reihe der Neunkircher Kulturgesellschaft startet in der Stummschen Reithalle mit Broom Bezzums

Neunkirchen. Das. Publikum klatschte in die Hände, stampfte mit den Füßen, wippte mit den Köpfen – und lachte viel. Broom Bezzums eröffneten die Folk-Reihe der Neunkircher Kulturgesellschaft in der Stummschen Reithalle. Das Duo setzt sich aus den Engländern und Wahlpfälzern Mark Bloomer (Gesang, Gitarre, Mandola) und Andrew Cadie (Gesang, Fiddle, Gitarre, Northumbrian Pipes) zusammen und besteht seit sechs Jahren.

Die beiden forderten das Publikum bei Liedern wie „Beg Blag and Steal“ stets zum Mitsingen auf. Mit Kommentaren wie „Normalerweise kommt da ein Ton raus, wenn man singt“, löste Mark Bloomer Gelächter aus. Sowieso begeisterte das Duo, das in Großbritannien auf BBC gespielt wird, nicht nur mit seiner Musik, sondern auch mit seinem britischen Humor. Ein Beispiel: Mark Bloomer fühlt sich trotz seiner zwölf Jahre in Deutschland nur „fast“ eingebürgert, weil sein Fußballverein ihm immer noch kein Elfmeterschießen erlaubt.

In ihren Liedern singen die beiden über soziale Missstände, (The Empire Windrush“), aber
auch über Liebe und Herzschmerz, (Colombus Stockade Blues“). Das Lied „Wine from a  mug“ ist ein Appell an das Leben. „Das Leben ist dazu da, um es zu genießen. Wie zum  Beispiel mit… Wein“, scherzte Mark Bloomer. Das Duo Broom Bezzums steht zu seiner Musik und coverte „Und wenn ein Lied“ der Söhne Mannheims. „Ganz viele Leute lieben dieses Lied – ganz viele hassen es. Das ist uns egal. Wir schreiben und spielen Lieder mit  starker Botschaft“, so Andrew Cadie.

Zudem faszinierte das Duo das Publikum mit Instrumentalstücken („Driftwood Guitar Session“) -Andrew Cadie, der traditionelle Musik studiert hat, kann die Northumbian Smallpipes spielen – eine leise Sackpfeife, die ein traditionelles Instrument seiner Heimat Northumberland ist. Broom Bezzums lockte auch junge Leute in die Stummsche Reithalle.  Sina Georges, 22, aus St. Wendel sah die Band bereits zum zweiten Mal. „Weil sie live so gut sind, bin ich wieder hier“, berichtete sie der SZ. Das Duo nahm das Publikum durch  seine Mischung aus Folk und Comedy für sich ein; es fielen Kommentare wie „Ist das  schön!“ und „Sind die putzig!“. „Nicht nur die Musik war gut – das war echtes Kabarett!“, so Eva Gretzschen aus Breitenbach.

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